© Photoszene Köln

Köln

Photoszene United*
21. - 30.5.2021

Das nächste Photoszene-Festival wird vom 21. - 30. Mai 2021 stattfinden! Unter der Berücksichtigung der allgemeinen aktuellen Lage geben wir dem Festival dieses Jahr den Claim Photoszene United*, denn in einer Zeit, in der wir alle nach wie vor versuchen, die Pandemie einzudämmen, ist es ein falsches Zeichen, von einem Festival im eigentlichen Wortsinn zu sprechen und dabei die Bilder von großen Eröffnungen, langen Kunstabenden und Festivalparties wachzurufen. Im Rahmen von Photoszene United* erwarten euch die 5 Ausstellungen der zweiten Runde des Artist Meets Archive-Projektes von Yasmine Eid-Sabbagh, Joan Fontcuberta, Anna Orlowska, Philipp Goldbach und Rosângela Rennó im Deutschen Tanzmuseum, dem Rautenstrauch-Joest-Museum und dem Museum für Angewandte Kunst Köln. 

verschiedene Orte / www.photoszene.de

Qiana Mestrich The Right to Wear War, 2020 , aus der Serie Thrall © Qiana Mestrich Ausstellungsort: Fotografie Forum Frankfurt

Frankfurt/RheinMain

RAY 2021 - IDEOLOGIEN
3.6. - 12.9.2021

Die internationale Fotografietriennale RAY präsentiert vom 3. Juni bis
12. September 2021 zeitgenössische Fotografie sowie deren verwandte Medien unter dem Thema IDEOLOGIEN. Gezeigt wird kritisch reflexive Kunst, die ihre eigenen Grundlagen zur Entstehung und das Zeigen mit hinterfragt. Die Identifikation der Betrachtenden mit dem Kunstwerk ist hier per se durch eine Störung, Reibung, Übertreibung und durch die Produktion von etwas Neuem bestimmt, die manipulative Verschmelzung von Bild und Betrachter gehemmt. Die Werke fordern uns auf, Bilder kritisch zu betrachten, sie zu analysieren und zu verstehen. Umgeben von immer mehr Bildern, ist diese Fähigkeit wichtiger denn je. Die vierte Ausgabe der Triennale RAY findet an über 11 Ausstellungsorten in der Region Frankfurt/Rhein-Main statt. 

verschiedene Orte / www.ray2021.de

A study for a portrait of STR ver.2 © Torben Eskerod, 2003

Frankfurt

Findings, Torben Eskerod
7.11.2020 – 31.1.2021

International bekannt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet ist der dänische Fotograf Torben Eskerod (*1960) für seine vielfältigen Porträts unterschiedlichster Existenzen – etwa Hypnotiseure, Nonnen, Heiler oder einfach Freunde zwischen 40 und 50 – sowie für seine porträthaften Aufnahmen von Toten- masken oder hölzernen Modellköpfen. Darüber hinaus umfasst sein Werk hintergründig- kontemplative Bilder von Architektur und Landschaften, Kunst- und Artefakte-Fotografie und Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit Anthropologen, Architekturhistorikern und Museumskuratoren entstanden sind.

Mit 140 Farb- und Schwarzweißfotografien aus insgesamt 21 Werkserien präsentiert die Ausstellung „Findings. Torben Eskerod“ erstmals einen Überblick dieses beeindruckend großen Spektrums. Zugleich zeigt die Schau den unverwechselbaren Stil des Fotografen, der sich sowohl in seinem künstlerischen wie in seinem wissenschaftlich- dokumentarischen Schaffen manifestiert und sein Œuvre als Ganzes eint.

Fotografie Forum Frankfurt | www.fffrankfurt.org

Katharina Sieverding: THE GREAT WHITE WAY GOES BLACK IX, 1977 © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst Bonn 2020 © Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn 2020

Hamburg-Harburg

Katharina Sieverding
Fotografien, Projektionen, Installationen 20920 – 1966
7.11.2020 – 4.4.2021

Die Deichtorhallen Hamburg zeigen ab 7. November 2020 auf vier Stockwerken der Sammlung Falckenberg mit die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin Katharina Sieverding. Rund 120 Arbeiten spannen einen Bogen durch alle Werkphasen der Künstlerin: Von den frühen großformatigen Fotografie-Montagen der 1960er-Jahre über die bildgewaltigen Selbstporträt-Serien und filmischen Werke der 1970er bis 1990er-Jahre bis hin zu gegenwärtigen Produktionen. Diese umfassen auch neue, bisher ungezeigte Arbeiten wie den dokumentarischen Film Metroboards über Sieverdings Kunst im öffentlichen Raum sowie das Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt. Die Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten gehört Katharina Sieverding zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Transformations- und Präsentationsvorgänge, Fragen nach Identität, Gender und Race. Bekannt geworden ist Sieverding durch die Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes  Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt. Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zu den gesellschaftlichen Fragen der Zeit, sei es zur atomaren Bedrohung durch den Kalten Krieg, zur RAF, zu weltpolitischen Krisen und zwischenmenschlichen Beziehungen, zur Verarbeitung des Nationalsozialismus und zur aktuellen Corona-Krise. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse  der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein  Statement zur RAF-Zeit, und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der  Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die  Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der  Weimarer Republik.

Deichtorhallen Hamburg |Sammlung Falckenberg | www.deichtorhallen.de

Jeffrey Stockbridge, Tictac and Tootsie aus der Serie KENSINGTON-BLUES-PORTRAITS-Finalist-2020

Hellerau

Internationaler Wettbewerb für Porträt-Fotografie 2021

Dresden, Pionierstadt der Fotografie. Vor den Toren der Stadt: Hellerau, Deutschlands erste Gartenstadt. Auf Dresdens “Grünem Hügel” thront seit über 100 Jahren das Festspielhaus Hellerau. An ihm ist seit 2015 der PORTRAITS – Hellerau Photography Award angesiedelt.

Hier bewerben sich Fotografen aus aller Welt, die die Themen unserer Zeit eindrucksvoll in Porträtserien umsetzen. Ihre Werke werden im Festspielhaus selbst und seit 2017 auch an weiteren außergewöhnlichen Orten über die sächsische Landeshauptstadt verteilt gezeigt: in kleinen Galerien, aufgelassenen Industriegebäuden, in Studios und Museen. So haben wir in den vergangenen vier Jahren über zweihundert Fotografinnen und Fotografen aus über 35 Ländern in 25 verschiedenen Ausstellungen präsentiert. 

Wie die PORTRAITS-Initiatoren und -Macher den Wettbewerb sehen, wonach sie alljährlich suchen und was sie zur kurativen Maxime machen, fassten 2015 die Juroren der ersten Schau, der Fotograf Matthias Creutziger und die Kunstwissenschaftlerin Dr. Katja Schumann, wie folgt zusammen:

“Wir suchen ​Psychogramme in Form von Porträts​. Wir erwarten eine neue Bildsprache, die versucht, sich von Vorbildern zu lösen. ​​Wir wollen spüren, welche Art Fotograf sich hinter den Bildern verbirgt. Weder mit der alten noch mit der neuen Mode-Fotografie ​können wir viel anfangen. ​Bloßes Handwerk ist zu​ ​wenig​. ​Bloße Schönheit ist zu wenig. Kurz: Wir erwarten Werke von leidenschaftlichen Fotografen, die sich mit dem Medium der Fotografie selbst auseinandersetzen.

Fotografinnen und Fotografen über die Webseite www.portraits-hellerau.com ihre Werkserien für den 6. PORTRAITS HELLERAU Photography Award 2021 zum Thema „Togetherness“ einreichen.

www.portraits-hellerau.com/wettbewerb/

William Kentridge, Copyright: Photo: Norbert Miguletz. Courtesy William Kentridge Studio

Hamburg

William Kentridge
Why should I hesitate: Putting drawings to work
23.10.2020 – 18.4.2021

William Kentridge (*1955 in Johannesburg) gehört zu den weltweit bedeutendsten zeitgenössischen bildenden Künstlern, der sich auch als Theater- und Opernregisseur international einen Namen gemacht hat. Die zunächst für das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa in Kapstadt konzipierte Ausstellung WHY SHOULD I HESITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK bietet einen umfassenden Überblick über das Gesamtwerk Kentridges. Gezeigt werden Werke aus über 40 Jahren künstlerischer Produktion, darunter Zeichnungen, Animationsfilme, Videos, Drucke, Skulpturen, Tapisserien und groß angelegte Installationen. Der Titel der Ausstellung verweist auf Kentrigdes primäre Ausübung des Zeichnens, das den Ursprung und Basis für sein gesamtes Œuvre darstellt: »Die Linie wird dich führen – wie ein Hund, der an der Leine zieht.«

Die Ausstellung WHY SHOULD I HESITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK gliedert sich in drei Kapitel: Die Biografie präsentiert eine Chronologie der künstlerischen Praxis Kentridges mit frühen zeichnerischen Arbeiten und den Übergängen zu Grafik, Film, Theater und Installation mit dem Fokus auf seinem Atelier als zentralem Ort des Denkens und Schaffens. Eine Inszenierung monumentaler Werke zu den Themen Migration, Trauer, Feiern und Geschichte wird in Die Prozession und die Prozesse der Entstehung zu sehen sein. Das Kapitel Retrospektive, Drawings for Projection gibt einen Überblick über die ikonische Serie von Kentridges Stop-Frame- Animationsfilmen.

Halle für Aktuelle Kunst / Deichtorhallen Hamburg | www.deichtorhallen.de