Calmus Ensemble © Anne Hornemann

Calmus Ensemble

#coronawiegehts

Der Arbeitsalltag steht Kopf! Aus unserem Künstlerberuf ist zu großen Teilen ein Bürojob geworden, bei dem mit viel Aufwand an Dingen gearbeitet wird, die schlussendlich dann doch wieder abgesagt werden müssen. Mit Calmus waren wir trotzdem von Anfang an aktiv und kreativ. Das hat viel Kraft gekostet und gleichzeitig immer wieder neue Energie zum Weitermachen freigesetzt.

#coronawaskommt

Corona ist von der Kurzstreckendisziplin zur Langzeitbelastung geworden. Bis hierhin konnten wir als funktionierendes Team durchhalten. Es lebt die Hoffnung, dass das Gröbste bald überstanden ist und die kulturelle Vielfalt wieder aufblühen kann.

#coronawasbrauchts

Es braucht ein öffentliches Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt in unserem Land. Keine leeren Worte, sondern eine sichtbare, monetäre Unterstützung der gesamten Szene zum Wiederaufbau und Erhalt.

Calmus Ensemble © Anne Hornemann

41 Statements zur Coronazeit
Schweigt die Kunst in der Krise? Nein!

Die Idee zum MOSAIK kam uns im Sommer 2020. Wir haben uns bei Freunden auf der ganzen Welt umgehört und wollten ein Stimmungsbild einholen: Wie geht es euch? Wie seht ihr die aktuelle Situation? Was macht Corona mit der Kunst? 

Als Antwort auf diese Fragen haben wir um eine künstlerische Form gebeten – wir wollten ein Statement in Noten. 41 Komponist*innen aus zehn Ländern haben uns geantwortet, sind kreativ geworden und haben uns eine „Vokale Miniatur“ geschenkt – ihre ganz persönlichen Blickwinkel auf das Jahr 2020. Und wir haben alle Beiträge erarbeitet, aufgenommen – und uns natürlich auch mit den vielen Blickwinkeln auseinandergesetzt.

Auf dieser Website präsentieren wir nun das große MOSAIK dieser Miniaturen im virtuellen Raum – in ganz unterschiedlichen Formen: als Audio- und/oder Videodatei, mit Informationen über die Komponist*innen und ihre Intentionen.

Wir möchten uns ganz herzlich für jede einzelne vokale Miniatur bedanken – für alle 41 Stücke. Sie stammen von: Robert Applebaum, Harald Banter, Ernst Bartmann, Matthias E. Becker, Ludwig Böhme, Carsten Borkowski, Ingo Bredenbach, Kent Carlson, Andrew Cusworth, Matthias Deger, Michael Denhoff, Christoph Denoix, Mauricio Dottori, David Erler, Bernd Franke, Reiko Füting, Carsten Gerlitz, Barry Guy, Volker Hempfling, Esther Hilsberg, John Høybye, Fredo Jung, Linda Kachelmeier, Patrice Michaels, Johannes Matthias Michel, Vytautas Miškinis, Paul Moravec, dem Raschèr Saxophone Quartet, Mathew Rosenblum, Maria Gabriela Rubio, Sebastian Schauer, Steffen Schleiermacher, Helmut Schmidt, Christian Schmidt, Aristides Strongylis, Christopher Tarnow, David Timm, Jens J. Troester, Kilian Verburg, Yang Jing und Savina Yannatou.

Nachdenkliches, Ermutigendes, Tragisches, Unterhaltsames, Witziges, Experimentelles, Sphärisches, Wütendes, Ironisches, Jazziges, Harmonisches, Gesprochenes und Gesungenes, Unverhofftes und vieles, vieles mehr ist dabei – wir sind begeistert von dieser enormen Vielfalt!

Als eine Art roten Faden haben wir den „Lamentobass“ (die absteigende Quarte) allen Komponist*innen als mögliche Inspiration angeboten. Auf dieser simplen Linie ist seit Jahrhunderten ein musikalisches Universum entstanden und sie ist als Symbol für Klage und Sehnsucht immer wieder variiert und weiterentwickelt worden. In unserem Mosaik taucht der Lamentobass also hin und wieder – manchmal auch sehr versteckt – auf.

Klicken Sie sich mit uns durch das Jahr 2020 aus Sicht von 41 Komponist*innen. Wir versprechen, es wird

abwechslungsreicher, schöner und interessanter, als es das Jahr für Viele tatsächlich war.

 

www.calmus-mosaik.de

Calmus Ensemble © Anne Hornemann
Calmus Ensemble © Anne Hornemann
Calmus Ensemble © Anne Hornemann