Biberach

Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026
10. – 26.4.2026


Vom 10. bis 26. April 2026 verwandelt sich Biberach in eine pulsierende Bühne für mitreißende Rhythmen, virtuose Improvisationen und erstklassige Künstler:innen. Ob traditionelle Swing-Klänge, experimenteller Fusion-Jazz oder groovige Bigband-Sounds – das Landesjazzfestival Baden-Württemberg verspricht ein vielseitiges Programm, das Musikliebhaber aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus begeistern wird.

Aber auch für den Nachwuchs aus der Region wird in Form von Workshops oder speziellen Mitmachangeboten wie „Jazz für Kinder“ so einiges geboten sein. Brücken zu verwandten Kunstformen und kulturellen Angeboten werden gebaut, Vorträge, Lesungen, Filme, Ausstellungen werden in Kooperation mit weiteren Einrichtungen das Live-Programm ergänzen.

Im Rahmen des Landesjazzfestivals 2026 wird auch die Endausscheidung des seit 36 Jahren durchgeführten Internationalen Biberacher Jazzpreises für jugendliche Jazzmusikerinnen und -musiker in der Stadthalle stattfinden. Die fünf Besten der Vorentscheidung treten vor einer hochkarätig besetzten Jury im Finale gegeneinander an. Auch das Publikum stimmt mit, es gibt einen Publikumspreis!

www.landesjazzfestival-bc.de
www.jazzbiber.de

Christian Bischof © Franziska Binder

München.

mai.ORGEL.26
5. Internationale Orgelwochen "
30.04. – 17.05.2026

Klangkultur in Bewegung – Vom 30. April bis 17. Mai 2026 finden in München St. Margaret die 5. Internationalen Orgelwochen "mai.ORGEL.26" statt. Die Reihe versteht sich nicht als klassisches Festival, sondern als bewusst gestalteter Raum für vielfältige künstlerische Positionen und Klangvorstellungen.
Die „Mainachtsklänge“ eröffnen die Wochen mit mehreren Kurzkonzerten und einer Orgelführung. Das Geschehen am Spieltisch wird auf Großbildleinwand in Kirchenschiff übertragen. Ein Schwerpunkt liegt 2026 auf der französischen Tradition mit Daniel Roth, der neben einem Konzert auch einen Meisterkurs leitet. Weitere Abende widmen sich Bach, Mendelssohn, Reger, der spanischen Orgelschule sowie symphonischen Transkriptionen. „Im Zentrum steht die Margaretenorgel, die mit ihren klanglichen Möglichkeiten zu den bedeutendsten Orgelinstrumenten Oberbayerns zählt,“ erläutert Christian Bischof, Künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte an St. Margaret und Orgelsachverständiger der Diözese.

kirchenmusik-stmargaret.de

Vikingur Olafsson © Ari Magg

PULSE 2026
«Time and Space» Víkingur Ólafsson
08. – 17.05.2026 

Der Pianist Víkingur Ólafsson kuratiert Lucerne Festival Pulse im Mai 2026. Ab 8. Mai findet erstmals das neue Festival Pulse statt. Ólafssons erste Ausgabe schafft mit dem Motto «Time and Space» Verbindungen von Johann Sebastian Bach bis in die heutige Zeit. Bachs Goldberg-Variationen werden in einer neuen Spielstätte visualisiert, mit einer Lichtinstallation des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson.

Lucerne Festival Intendant Sebastian Nordmann lanciert mit Pulse ein neues Festival, das der isländische Pianist Víkingur Ólafsson kuratiert. Am Anfang steht vom8. bis 10. Mai 2026 ein Kunst-Musik-Projekt in Meggen: Auf J. S. Bachs Goldberg-Variationen, interpretiert von Víkingur Ólafsson, reagiert der bildende Künstler Olafur Eliasson in Echtzeit mit der Lichtinstallation The Shadows of Sounds and the Unforeseeable Shapes of Love. Im KKL Luzern finden vom 14. Mai bis 17. Mai, am Auffahrts-Wochenende, insgesamt fünf Konzerte statt. Mal steht Ólafsson als Solist im Mittelpunkt, mal tritt er gemeinsam mit anderen international renommierten Künstler:innen und Klangkörpern auf oder überlässt ihnen die Bühne. Dazu zählen das Mahler Chamber Orchestra, der MDR-Rundfunkchor, das Danish String Quartet, Thomas Adès, Elim Chan und Patricia Kopatchinskaja.

«Pulse steht für ein Festival, das dem Rhythmus des Denkens und Fühlens folgt. Es will mehr sein als ein Klavier-Festival», erklärt Sebastian Nordmann, der Ólafsson für drei Jahre engagiert hat. «Ich habe Víkingur Ólafsson in den vergangenen Jahren als großartigen Pianisten, aber auch begnadet kreativen Programmgestalter kennengelernt. Für Víkingur ist Musik die vereinende Form aller Kunstformen, er sieht Musik in der Architektur oder in der Bildenden Kunst. Die Zusammenarbeit in Meggen mit dem großartigen Lichtkünstler Olafur Eliasson trägt diesem Konzept Rechnung und gibt diesem Festival eine ganz eigene, neue Dimension.»

Víkingur Ólafsson ergänzt: «Ich bin überglücklich und fühle mich zutiefst geehrt, diese neue Aufgabe in Luzern übernehmen zu dürfen. Musik ermöglicht uns, Zeit und Raum neu zu erleben, indem sie unsere Wahrnehmung beider durch Tonhöhe, Rhythmus und Akustik verändert und verstärkt. Das Thema ‹Time and Space› für Pulse 2026 ermöglicht es uns, eine kleine Reise durch die Jahrhunderte und Länder zu unternehmen und dabei verschiedene Weltanschauungen und völlig unterschiedliche Persönlichkeiten miteinander zu verbinden. Während des gesamten Festivals wird es Spuren von Bach geben – dem für mich modernsten Komponisten aller Zeiten.»

www.lucernefestival.ch


Portrait of Olafu Eliasson © Lars Borges

Annika Kahrs, Portrait Foto © Rosanna Graf

Berlin

Annika Kahrs. OFF SCORE
14.11.2025 – 3.5.2025

Der Hamburger Bahnhof zeigt die Berliner Künstlerin Annika Kahrs mit der bislang umfangreichsten Auswahl ihrer Werke an der Schnittstelle von Kunst und Musik. Kahrs geht kulturellen und sozia- len Funktionen von Musik nach: in einer aufgegebenen Kirche in Lyon, auf der Parade eines generationsübergreifenden Orchesters in einem italienischen Dorf oder in Berliner Kaufhäusern. Das für die Ausstellung entstandene Video „A Cashier’s Opera“ (2025), die Sound-Installationen „My Favorite Music“ (2020) in den historischen Übergängen sowie die Live-Performance „For Two To Play On One“ (2012) im Forum Hamburger Bahnhof erschaffen klingende Räume, die Besucher*innen beim Gang durch das Museum immer wieder überraschen. Präsentiert werden über zehn Videoarbeiten, Sound- Installationen und Performances aus 15 Jahren im Hamburger Bahnhof, Musikinstrumenten-Museum sowie eine Projektion am Ku’damm Eck im öffentlichen Raum. Von Februar bis April 2026 fin- det im Rahmen der Ausstellung ein Performance-Programm statt.

Hamburger Bahnhof | www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/

17.4.2026 um 19:30 Uhr - Dee Dee Bridgewater © Kimberlym Wang

Linz (A)

Jazz im Brucknerhaus Linz


Die Jazz-Reihe im Brucknerhaus präsentiert auch in der Saison 26/27 großartige Interpret:innen. Zwei herausragende Pianisten, zwei Instrumente, zwei musikalische Welten, Klassik und Jazz, und ein Abend, an dem die Grenzen dazwischen miteinander verschmelzen eröffnen die Saison  26/27 am 14.09.2026. Jazz-Superstar und Grammy-Award-Gewinner Brad Mehldau, der wohl »einflussreichste Jazzpianist der letzten 20 Jahre« (New York Times), prägt den modernen Jazz mit Interpretationen, die Intellekt, Emotion und Struktur in sich vereinen. Kirill Gerstein, gleichermaßen in der Klassik und im Jazz versiert, wird für seine dynamische Künstlerschaft und Neugier gefeiert, mit der er unterschiedliche musikalische Stimmen fantasievoll miteinander verbindet. »Ich fühlte mich sofort instinktiv in seine musikalische Sprache hineingezogen«, sagt Kirill Gerstein über Brad Mehldau. Der wiederum gibt zurück: »Er ist ein Virtuose mit erstaunlich großem und vielseitigem Repertoire … aber er ist noch viel mehr als das.« Gemeinsam verwischen Mehldau und Gerstein die Grenzen zwischen Genres, Epochen und Traditionen in einem musikalischen Dialog, der sowohl tiefschürfend intellektuell als auch mitreißend menschlich ist. Doch zuvor wartet die Saison 25/26 noch mit zwei herausragenden Konzerten auf: Am 17. April 2026 tritt das Dee Bridgewater Quartet auf. Mit ihrer herausragenden Stimme und fesselnden Bühnenpräsenz präsentiert die Grande Dame des Jazzgesangs gemeinsam mit ihren Mitmusikerinnen ihr mitreißendes Programm We Exist! Und am 18. Mai.2026 schließt der schottische Pianist Ferus McCreadie das Jazz Programm in der Saison 25/26.  Der schottische Pianist verbindet Jazz und Folk und verleiht seiner Musik eine weltoffene Sprache, in der alles möglich zu sein scheint.

www.brucknerhaus.at


Brad Mehldau © Yoshika Horita

«Berührung des Essenziellen»: Kunsthaus Zürich präsentiert Wolfgang Laib
ab 3.10.225


Ab dem 3. Oktober 2025 zeigt das Kunsthaus Zürich im Rahmen der «ReCollect!»- Serie zusammen mit dem deutschen Künstler Wolfgang Laib (*1950 Metzingen) eine Ausstellung, die Arbeiten Laibs mit ausgewählten Werken der Sammlung des Kunsthaus Zürich verbindet. Laib gehört zu den wichtigsten Kunstschaffenden unserer Zeit und hat in Europa, den USA und Asien in zahlreichen bedeutenden Museen, Ausstellungshäusern und historischen Gebäuden ausgestellt.

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Aszure Barton, Foto © Graeme Mitchell

Stuttgart

Aszure Barton wird ab der Spielzeit 2025/26 Artist in Residence bei Gauthier Dance

Die renommierte Choreographin Aszure Barton wird ab der Saison 2025/26 Artist in Residence von Gauthier Dance. In dem illustren choreographischen Quartett Marco Goecke (2019 bis zum Ende der Saison 2022/23), Hofesh Shechter (seit Sommer 2021) und Barak Marshall (seit der Saison 2024/25) übernimmt mit Aszure Barton erstmals eine Frau diese Position. Mit der Berufung schließt sich ein Kreis für den Künstlerischen Leiter Eric Gauthier und Barton, die sich länger als ein  halbes Leben kennen, von ihrer gemeinsamen Zeit an Canada's Ballet School. Schon als Teenagerin war Barton dort an der Entwicklung eines bis heute existierenden Workshop-Formats für Choreographie beteiligt und legte den Grundstein für ihre steile Karriere. Über ein Austauschprogramm besuchte Barton außerdem eine Zeitlang die John Cranko Schule – ein besonders schöner Aspekt ihrer Rückkehr in diese Stadt.
Die Kollaboration mit Gauthier Dance schließt an ihre frühere Arbeit bei The Seven Sins von 2022 an. Bartons Interpretation der Faulheit, human undoing, brachte ihr im Jahrbuch 2022 der Fachzeitschrift tanz eine Nominierung in der Kategorie ‚Interessanteste*r Choreograph*in‘ ein. Die Begründung des Kritikers: Barton „macht auch die Todsünde ‚Faulheit‘ als körperlichen Überdruss zu einem empathisch durchgeformten Ereignis.“
Dazu Aszure Barton: „Erics Einladung, Teil seines Teams zu werden, bedeutet mir viel. Es hat etwas wirklich Schönes, wie sich das alles entwickelt, und es ist echt cool, nach Stuttgart zurückzukehren, wo ich auch einen Teil meiner Ausbildung erhalten habe. Die Tänzer*innen bei Gauthier Dance sind ungemein talentiert, unprätentiös und der Schlüssel zum Erfolg der Company. Was Eric aufgebaut hat, ist bemerkenswert – dieser ambitionierte, positive Geist schafft optimale Voraussetzungen für die Arbeit. Diese Kollaboration drückt aus, was ich für essenziell erachte: Institutionen arbeiten zusammen, damit unsere Tanzgemeinschaft fortbesteht und sich entfalten kann. Ich bin gespannt darauf, was wir zusammen entdecken werden.“
In der Spielzeit 2025/26 steuert Barton den Pas de deux aus Lascilo Perdere (A Journey of Letting Go) für das JUNIORS-Programm Radical Classical bei sowie eine größere Neukreation, Luck für den Doppelabend Luck / Unluck im Tandem mit ihrem Kollegen Hofesh Shechter.

www.theaterhaus.com/de/gauthier


Eine schicksalhafte Leidenschaft für die Posaune

Die aus Jonsdorf stammende Antonia Hausmann ist mit Talent gesegnet und begann schon früh mit der Klarinette, bevor die schicksalhafte Begegnung mit einem Holzspalter ihre Idee von einer klassischen Orchestermusikerin jäh beendete. Doch das Schicksal hatte die Rechnung ohne ihre Leidenschaft für die Musik gemacht, die auch die Kommission der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden er- kannte und ihr einen der dort sehr begehrten Studienplätze gab. Um so mehr eine Auszeichnung für die junge Antonia Hausmann, weil sie sich für die Posaune entschied, alles andere als ein Instrument für Frauen, da es bis dahin eine Männerdomäne war. Thomas Lindemann von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezeichnete sie jüngst als Entdeckung und als neue Stimme im deutschen Jazz. Die Nominierung in der Kategorie Blechblasinstrumente zum Deutschen Jazzpreis 2023 bestätigt dies und spricht für sich.

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