Berlin
Maurizio Cattelan. Night
Preis der Nationalgalerie 2026
10.09.2026 – 07.03.2026
Mit NIGHT präsentiert die Neue Nationalgalerie die erste große Einzelausstellung des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan in Deutschland. Die Ausstellung findet im Rahmen des Preis der Nationalgalerie 2026 statt, für den Maurizio Cattelan von einer internationalen Jury ausgewählt wurde. Sie vereint wichtige historische Werke Cattelans und neue Arbeiten in dem ikonischen Mies van der Rohe-Gebäude.
Seit den frühen 1990er-Jahren zählt Maurizio Cattelan (*1960 in Padua) zu den prägenden Stimmen der internationalen Gegenwartskunst. Seine Arbeiten greifen vertraute Bilder auf, die tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind, und verschieben deren Bedeutung durch minimale, oft irritierende Eingriffe. Dabei widmet sich Cattelan Themen, die gesellschaftlich, historisch oder emotional besonders aufgeladen sind: Religion, Kindheit, Autorität und generationsübergreifende kollektive Traumata.
Mit einer Bildsprache, die zwischen Ironie, Provokation, Überzeichnung und formaler Reduktion oszilliert, hinterfragt er etablierte Narrative und eröffnet neue Perspektiven auf Erinnerung, Glauben und gesellschaftliche Machtstrukturen. Mit NIGHT kehrt Maurizio Cattelan nach Berlin zurück – zwanzig Jahre nachdem er die 4. Berlin Biennale mitkuratierte.
Die Ausstellung vereint Schlüsselwerke wie Him (2001), Novecento (1997), La Rivoluzione Siamo Noi (2000) und das von Günter Grass’ Die Blechtrommel inspirierte Untitled (2003) mit neuen Arbeiten. Gemeinsam verhandeln sie zentrale Motive in Cattelans Schaffen: die fragile Grenze zwischen Unschuld und Gewalt, die Konstruktion von Identität sowie die fortwährende Präsenz historischer Erinnerung.
Neue Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/
Antwerpen (B)
THE ANTWERP SIX
bis 17.01.2027
In den vergangenen vierzig Jahren sind die Antwerp Six – Drik Bikkembergs, Ann Demeulemeester, Walter Van Beirendonck, Dries Van Noten, Dirk Van Saene und Marina Yee – zu einer festen Größe in der internationalen Modewelt und zu einem nahezu selbstverständlichen Maßstab für all das geworden, wofür Belgien in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Mode stand. Die Ausstellung beleuchtet den einzigartigen Weg, der sie miteinander verbindet. Er begann mit ihrer Ausbildung an der Modeabteilung der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen und mündete in sechs einflussreiche Solokarrieren.
Trotz ihrer unterschiedlichen Hintergründe und Interessen entwickelte sich Anfang der 1980er-Jahre allmählich eine Dynamik, in der Freundschaft, gemeinsame Ambitionen und ein außergewöhnlicher Zeitgeist sich gegenseitig verstärkten. Der wirtschaftliche Kontext war jedoch alles andere als rosig. In Belgien befand sich die Bekleidungs- und Textilindustrie in einer tiefen Krise, woraufhin die Regierung einen auf fünf Jahre angelegten „Textile Plan“ ins Leben rief. Unter anderem durch die gezielte Förderung junger Talente und eine groß angelegte Kommunikationskampagne wirkte dieser Plan als Katalysator für den internationalen Durchbruch der Six.
Kurz vor dem Beginn ihrer individuellen Karrieren beschlossen die Six, ihre Kräfte vorübergehend zu bündeln, um ihre Arbeiten international auf der British Designer Show in London zu präsentieren. Innerhalb von drei Jahren war die Gruppe zu einem Begriff geworden, der bis heute nachhallt – obwohl sie nie als Marke, Modehaus oder Kollektiv auftraten. Ihre anhaltende Bedeutung berührt Themen, die in der heutigen Mode aktueller denn je sind: künstlerische Autonomie, Talentförderung, kreative Ökosysteme und der Einfluss einer sich rasant verändernden Modeindustrie auf diese Bereiche.
Die Six verstanden Mode nicht bloß als trendgetriebenen Konsum, sondern als kulturelles Medium – als eine Möglichkeit, zu denken und den Geist einer Epoche zum Ausdruck zu bringen.
MoMu – Fashion Museum Antwerp | www.momu.be
Bochum
Ruhrtriennale
20.08.–20.09.2026
Die Ruhrtriennale ist das internationale Festival der Künste, das jährlich im Spätsommer im Ruhrgebiet stattfindet. Rund einen Monat lang bespielen Künstler:innen aus aller Welt herausragende Bauwerke der Industriekultur – darunter Hallen, Kokereien und Maschinenhäuser des ehemaligen Bergbaus und der Stahlindustrie. Diese Orte werden zu eindrucksvollen Bühnen für Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Performance, Konzerte und Bildende Kunst.
